




|
|
|
|
|
|
Geschichte Argentiniens
Der Tango entstand
zwischen 1850 und 1880 im Süden von Buenos Aires, im
Hafenviertel La Boca. Ein fröhlicher Tanz, aus schwarzen,
kreolischen und spanischen Elementen zusammengemischt. Die
geselligen Anlässe, an denen man diese Musik tanzte, wurden "Milongas"
genannt, was in etwa dem Wort "Wirrwarr" gleichkommt und somit
für sich spricht. Heute gilt die lebensfrohe Milonga als
Vorläuferin des eigentlichen Tango Argentino. Gegen Ende des
letzten und anfangs dieses Jahrhunderts sah sich Buenos Aires
von Einwanderungsströmen geradezu überschwemmt, die Stadt schien
aus allen Nähten zu platzen. Vor allem Italiener hofften, ihr
Glück im reichen America zu finden. Um die Jahrhundertwende gab
es in Buenos Aires mehr italienische Einwanderer als Argentinier.
Die Enttäuschung war vorprogrammiert. Argentinien und Buenos
Aires waren mit diesen Massen überfordert und lehnten die
Immigranten bald ab. Zuwenig Arbeit, zuwenig Ansehen, zuwenig
Frauen, den mittellosen Einwanderern blieb der Ausweg in die
Kriminalität, das Vergessen in Spielhöllen, Bordellen und ... in
derMusik. Die Vororte, die Barrios, von Buenos Aires
entwickelten sich dementsprechend und wurden zur Wiege des
Tango, der einst zum Symbol von ganz Argentinien werden sollte.
weiter
|